Der Eisbär


we were sailing
on the meer
an der reeling
lehnt ein Bär.

war er tired?
war er sick?
traurig, traurig
war sein Blick,

der geheftet
war auf Schollen,
die aus kalten
Tiefen quollen.

melancholisch,
mondbeschienen,
glitten leis
die eisruinen

seinem Bärenaug
vorüber,
das darüber
wurd' noch trüber.

seine liebste,
die lucinde,
treulos hat
mit günstgem winde

jüngst mit einem
nebenbuhler,
der wahrscheinlich
weitaus cooler,

sie, die lieb, doch
flatterhaft,
willenlos vor
Leidenschaft,

als die dämmrung
grad sich lichtend,
kuschelnd auf dem
Eisberg flüchtend

ihn verlassen,
unsern bär,
dem seitdem das
herze leer.

fröstelnd zieht den
kopf er ein,
schaut herum, er
ist allein,

einsam in der
winterpracht,
kalt der abend.
kalt die nacht,

an der reeling
lehnt der bär,
sieht nichts, hört nichts,
denkt nichts mehr..
Helga Utz
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